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Der Dichter des Endes der Zeiten
Die ersten Jahre Raoul handhabt die französische Sprache mit einer seltenen Eleganz und einem einmaligen literarischen Stil, dem er eine dichterische und mystische Begeisterung beifügt. |
![]() Suzanne Delacroix |
Als Raoul ungefähr vierzig Jahre alt ist, beginnt er seine ersten Bücher zu schreiben: Le Livre des Cycles [Das Buch der Zyklen] (1947), Le Crépuscule des Nations [Die Abenddämmerung der Nationen] (1949), Les Centuries de Nostradamus [Die Zenturien von Nostradamus] (1958). Er läßt die Leser den Sinn der Geschichte in einem prophetischen Licht erkennen: das ist die Eschatologie oder die Bestimmung des Menschen und der Welt. Die Eschatologie sind die Pfeiler, die Gott gesetzt hat, durch die die Welt durchgehen muß und die dorthin geht, wo Gott, in aller Ewigkeit sie dazu bestimmt und sie dorthin führt, ohne aber das einzigartige und außerordentliche Privileg des Menschen, das gleichzeitig wunderbar und schrecklich ist, anzugreifen: die Freiheit. Alle Gedanken von Raoul sind in diesen ersten Schriften zusammengefaßt. Diese Gedanken werden im laufe der Zeit reifen und in den spätern Werken weiterentwickelt.
Die Frau aller Völker
Während dieser Zeit fährt er fort, sich über alles weiter zu erkundigen, was die Jungfrau betrifft. Am 19. Februar 1966 hält Raoul im Théâtre du Tertre in Paris einen Vortrag, den er den Ereignissen von Amsterdam widmet. Er ist ein solcher Erfolg, daß dieser Vortrag sofort in mehrere Sprachen übersetzt wird. Dadurch wird die Welt offen für die Botschaften der Frau aller Völker.
Die Frau aller VölkerMarianischer und eschatologischer Autor
1967 scheint eine wichtige Etappe in seiner schriftstellerischen Karriere zu sein, wenn man die Publikation seiner Werke betrachtet, die nach diesem Datum erscheinen Les Épiphanies de Marie [Die Epiphanien Mariens] (1967), worin Raoul den eschatologischen Charakter der großen Erscheinungen der Jungfrau Maria betont; eine neue Übersetzung der Botschaften der Frau aller Völker La Dame de tous les Peuples [Die Frau aller Völker] (1967); Kérizinen [Kerizinen] (1968); La Prophétie des Papes [Die Prophezeiung der Päpste] (1969); La Fin des Temps [Das Ende der Zeiten] (1973); Histoire et Prophétie [Geschichte und Prophezeiung] (1973), Buch das von der französischen Akademie preisgekrönt wurde; Prophétie de Catherine Emmerich pour notre Temps [Prophezeiung von Katharina Emmerich für unsere Zeit] (1974); Le Jour de Yahvé [Die Tage Jahwes] (1975), eine Neuausgabe der Centuries de Nostradamus [Zenturien von Nostradamus] (1975), welche überarbeitet und ergänzt wurden und Mystère de lHistoire [Mysterium der Geschichte] (1977).
Raoul und die Armee Mariens
Durch die Ereignisse der Vorsehung vereinigt Gott die, die er auserwählt, um einen Plan der Liebe zu erfüllen. Die Frau aller Völker mußte die Verbindung zwischen dem Autor der bis jetzt einem intellektuellen und aristokratischen Publikum vorbehalten war und Ihrem Werk, der Armee Mariens sein, Sie lud ihn dazu ein, mit den Kleinen einen Vorzugszeugen zu sein. Kurz nach der Gründung der Armee Mariens, am 28. April 1971 nimmt Raoul dieses Werk zur Kenntnis.Seine Geistesoffenheit und seine Klarsicht sind erstaunlich: Schon nimmt er die Notwendigkeit der Armee Mariens in dieser Zeit wahr, wo die Kirche sich im gefährlichsten Strom ihrer Geschichte engagiert: Noch nie wurde ein Papst allein gelassen. Und weil er so verlassen ist, wird in der Stunde des Todeskampfes für ihn die Stunde am Ölberg kommen. Denn da wo das Haupt, Jesus, sich hinwendet, da werden nun auch die Glieder, die Kirche, hingehen. Gesegnet sei die Armee Mariens, die, um Maria zu gehorchen, dem Papst treu sein will. Dies ist die aktuelle Forderung. Aber leider ist es auch eine große Seltenheit. (...). (Leben aus Liebe VIII, Kapitel 25, Brief vom 24. Dezember 1971).
Raoul ist auch der, den der Herr dazu vorbereitet hat, Leben aus Liebe zu verstehen. Er fängt am 13. Mai 1976 mit dessen Lektüre an. An diesem Datum ist Leben aus Liebe noch nicht erschienen und nur einige Leute der marianischen Equipe durften es zur Kenntnis nehmen. Trotz seines spirituellen und literarischen Wissens tritt Raoul vor dem Mysterium, das er wahrnimmt zurück. In einem Brief an Marie-Paule schreibt er: Also, ich habe gelesen. Und ich sage mir: warum wird dir, Erbärmlicher das Gefühl meines Elends ist wirklich vorhanden und beklemmt mich oft ja, warum darfst gerade du direkter Zeuge des Mysteriums Gottes sein, das in einer Vorzugsseele wirkt? So habe ich während einer Woche nichts anderes getan, als Ihre Bücher gelesen. Bis jetzt sah ich in der Armee Mariens nur eine schöne, gute, nützliche und notwendige Bewegung, die dazu bestimmt ist, mit dem Gebet ein großes Gegengewicht zu dem unerhörten Maß der Sünden auf Erden zu bewirken. Und wirklich, so ist es auch, aber in einer übernatürlichen und notwendigen Dimension, die ,Leben aus Liebe mir nun enthüllt. (...)
Denn das ist Ihr Leben aus Liebe: eine Gestaltung und zwar Gestaltung in Maria, der ersten und vollständig Neugestalteten. Die, die Ihre Bücher lesen, und dies sind nicht nur die wenigen Bevorzugten von heute , werden das Siegel Gottes sehen, das Er mit prophetischen Zeichen über Ihr Leben gesetzt hat und das in der Zeit, den Plan der Ewigkeit bezeugt. Wenn Ihnen also der Herr Jesus-Christus die Aufgabe stellte, Ihr Leben niederzuschreiben, so ist dies eine Erzählung, ein Beispiel und ein Mysterium für alle Seelen, die guten Willens sind. (Leben aus Liebe XII, Kapitel 42, Brief vom 20. Mai 1976).
Nach dem Tod seiner Frau, am 26. Februar 1976 wird Raoul eingeladen, im kommenden Jahr eine Reihe von Vorträgen in Kanada und den Vereinigten Staaten unter der Schirmherrschaft der Armee Mariens zu halten.Der Segen als Sohn Mariens
In der Armee Mariens bekommen die ersten Mitarbeiter von Marie-Paule einen besonderen Segen. Am 25. März 1977 erhält Raoul während seines Aufenthalts den Segen als Sohn Mariens: Möge die Heilige Dreifaltigkeit und die selige Jungfrau Maria Sie segnen und über Sie eine Fülle der Gnaden ergießen, damit Sie zum größten Theologen aller Zeiten werden.
Im folgenden Jahr kommt er wieder nach Quebec, dieses Mal um dazubleiben und sich ganz für die Armee Mariens hinzugeben.Ein ergebener Mitarbeiter und erleuchteter Redner
Die Mitarbeit von Raoul beim Werk besteht zuerst in der Verfassung von Artikeln für die Zeitung Marie [Maria], die die kleine Zeitschrift LArmée de Marie [Die Armee Mariens] ablöst.
Während dieser Zeit hält Raoul weiterhin seine Vorträge in der Provinz, immer im Rahmen der Zeremonien der Armee Mariens. Seine erleuchtenden Ausführungen über das Mysterium der Miterlösung und der mystischen Inkarnation tragen dazu bei, die Mitglieder für die Lektüre von Leben aus Liebe vorzubereiten.
Am 13. Mai 1978 erscheint der erste Band von Leben aus Liebe, für den Raoul eine Vorwort geschrieben hat. Seine Gedanken gebe eine wunderbare Erleuchtung über dieses Mysterium wieder, welches Leben aus Liebe umschließt.Ein großer Theologen
Seit seinem ersten Aufenthalt im Lande wird Raoul gelegentlich zu Treffen mit Kardinal Maurice Roy eingeladen, welcher ihn über seine Bücher, die Armee Mariens und über die Sendung von Marie-Paule befragt.
Kardinal Roy achtet Raoul sehr, er kennt dessen intellektuellen und spirituellen Wert. Zwei Mal spricht er von ihm als von einem großen Theologen. Im Oktober 1980 wendet sich der Kardinal an einen französischen Dominikanerpater, welcher hergekommen ist, um für die Ritter Mariens Exerzitien zu halten und sagt ihm: Die Armee Mariens hat ihren Theologen: Herrn Raoul Auclair.
Einige Monate später, im März 1981, wird Raoul zu einem Weitern Treffen mit dem Kardinal eingeladen, bei dem auch die Patres Philippe Roy, Denis Laprise und Victor Rizzi anwesend sind. Während der Diskussion wendet sich der kardinal Raoul zu und sagt ihm: Und Sie, Herr Auclair, was denken Sie als Theologe darüber?
Schließlich sagt der Kardinal zu Raoul bei einem weitern Besuch als dringende Bitte: Herr Auclair, wachen Sie gut, wie wenn er ihm ein Amt übermitteln wollte, um über die gute Entwicklung der Armee Mariens zu wachen.Chefredaktor von LÉtoile
Von 1971-1976 gab die Zeitschrift LArmée de Marie ihren Mitgliedern eine intensive spirituelle Bildung und betonte dabei die persönliche innere Reform. Im Jahre 1976 wurde die Zeitschrift von der Zeitung Marie abgelöst. Entsprechend der Entwicklung der Armee Mariens, die durch Raoul sich im März 1977 der Miliz Jesu Christi angliederte, wurde die Zeitung Marie 1979 zum LÉtoile und Raoul dessen Chefredaktor. Als treuer Mitarbeiter läßt er weiterhin die Mitglieder der Armee Mariens von seinen marianischen Kenntnissen profitieren und macht sie für die eschatologische Rolle Mariens in dieser Endzeit immer empfindsamer.Direktor des Verlags Stella
Seit seiner Ankunft in Quebec hat Raoul beim Verlag Stella, dessen Direktor er ist, folgendes publiziert: Sainte Catherine de Sienne [Die Heilige Katharina von Siena] (1980); Le Secret de la Salette [Das Geheimnis von La Salette] (1981); Eschatologie de notre Temps [Die Eschatologie Unserer Zeit] (1982); La Dame de Tous les Peuples - Ouverture à lintelligence des messages (1982: une nouvelle édition revue et augmentée) [Die Frau aller Völker Öffnung der Erkenntniskraft für Botschaften]; LApocalypse - I [Die Apokalypse - I] (1984); LApocalypse - II (1985); LHomme Total dans la Terre Totale [Der totale Mensch in der totalen Welt] (1985); Tous ces mystères dans le Mystère de Marie [Alle diese Geheimnisse im Geheimnis Mariens] (1987); und LApocalypse (III) (1987).
4. Dezember 1985 -
Raoul gibt dem Papst
sein letzt erschienen Buch: LHomme
Total dans la Terre
Totale.
LHomme Total dans la Terre Totale
Im Jahre 1986 publiziert Raoul sein Meisterwerk: LHomme Total dans la Terre Totale [Der totale Mensch in der totalen Welt]. Es wird von Séverin Batfroi, dem glänzenden Schriftsteller aus Frankreich als das außergewöhnlichste seiner Bücher vorgestellt: Niemals bis zum heutigen Tag hatte eine zusammenfassende Arbeit einen solchen Erfolg. (...). Der totale Mensch in der totalen Welt steht außerhalb jedes ,philosophischen Systems, das den Gedanken im willkürlichen Urteil eines verfälschten oder überzüchteten Dogmatik gefangen hält. Raoul Auclair, der zur ursprünglichen Reinheit der Heiligen Schrift zurückkehrt, unternimmt eine wahre Bibelauslegung, die von den Quellen des weltweiten Mysteriums selber ausgeht. (...). So können wir es nicht leugnen, wir befinden uns hier in der Gegenwart eines Werkes, dessen ganz spezielle Dimension nicht ohne Bezug auf die ,prophetische Sache dasteht. Der Dichter, der Raoul Auclair ist, wird manchmal zum Visionär und Theologen eines neuen Vorsprungs des Glaubens.
Dank dieses Werkes beweist uns Raoul, daß die Geschichte des Universums und die des Menschen eng verbunden sind und es gibt keine andere Erlösung als diese der Welt, für die aber das menschliche Wesen sowohl Entwickler als auch Auslöser ist. (...). ,Der totale Mensch in der totalen Welt ist für mich wie die Zusammenfassung, das unumgängliche Ergebnis eines literarischen und mystischen Werkes, das reich und fruchtbar ist. Es ist der klare Durchblick dessen, für den sich der Vorhang, der die Wunder im Raum und der Zeit verbirgt, gelüftet hat.
Sohn Mariens in der Gemeinschaft
Am 13. Oktober 1987 bestätigt Raoul seinen Wunsch, Ordensbruder, Sohn Mariens, zu werden. Nachdem er lange vorbereitet wurde, wird er am Abend des 15. Oktobers, dem Fest der Heiligen Theresia von Avila eingekleidet. Er wünscht, den Namen behalten zu dürfen, den er angenommen hat, als er in die Familie der Söhne und Töchter Mariens eingetreten ist: Père Marie-du-Rosaire [Pater Maria vom Rosenkranz]. Alles spielt sich nach dem Plan Gottes ab: der 13. Oktober ist der Jahrestag der letzten Erscheinung Mariens in Fatima, wo sie sagte, sie sei Unsere Frau vom Rosenkranz. Ebenso erinnern wir uns daran, daß von 1960-1980 Raoul in der Miliz Jesu Christi in Frankreich Kommandeur vom Rosenkranz war. Er hat so viel über Maria geschrieben, vor allem über Unsere Frau vom Rosenkranz.
Ehrerweisung an Raoul
Während all diesen Jahren wurde die außerordentliche Arbeit von Raoul auf besondere Weise hervorgehoben: Im Jahre 1984 bei einer Wallfahrt nach Italien und Frankreich zu Ehren der Apokalypse. Bei dieser Gelegenheit erhielt Raoul die Reproduktion, Email auf Kupfer, des offiziellen Wappens der Wallfahrt: Das Lamm der Apokalypse.
Drei Jahre später, im laufe er Wallfahrt zu Ehren des Heiligen Kreuzes vom 16.-25. September 1987 nach Italien, erhält Raoul für seine eskatologischen und marianischen Werke die Medaille des literarischen Verdienstes.
Schließlich ehrt im Jahre 1994 Mutter Paul-Marie Raoul ein drittes Mal öffentlich, um das Werk zu ehren, daß dieser Mann hervorgebracht hat, der von großer literarischer Bedeutung ist, ,Leben aus Liebe verstanden hat, und so nicht gezögert hat, Paris, seine Freunde, seim Ruhm als großer Schriftsteller in den hohen Adelskreisen, wo er verkehrte, zu verlassen, um bei den Kleinen, die wir sind in Neu-Frankreich hehre Momente zu erleben, indem er das himmlische Eingreifen und dessen Erfüllung kennen lernte (Le Royaume, Nr. 99, Mai-Juni 1994).
Die letzten Jahre
Am 18. April 1992 zieht Bruder Raoul, der nun sechsundachtzig Jahre alt geworden ist ins Zentrum der Immakulata, wo er von der Zuneigung und der Pflege seiner Mitbrüder umsorgt wird. Seine letzten Tage laufen bis zum 26. Dezember 1996 friedlich ab. An diesem Tag wird er notfallmäßig ins Krankenhaus de lEnfant-Jésus in Quebec überführt, nach einem ernsten Unwohlsein. Vierzehn Tage später, am 8. Januar 1997 um 16 Uhr 25 ruft Gott Seinen Diener zu sich. Er war neunzig Jahre und 10 Monate alt.
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Eine vollständigere Biographie und Bezeugungen über Raoul Auclair sind in einer Sondernummer des Royaume erschienen. Diese Nummer (nur in Französisch), die noch verfügbar ist, kann beim Zeitungssekretariat bezogen werden zum Preis von 1.25$ (plus Versandkosten).
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