LEBEN AUS LIEBE - VIII
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24. Dezember 1971
Sehr geehrte Frau Giguère!
In Ihrem Brief kann ich große Schatten, oder eher viel Licht erkennen, das mir Ihre Verschwiegenheit verhüllt. Ich verlange nicht, daß Sie diesen Schleier lüften. Im Gegenteil zu dem Anschein, den meine Bücher ausdrücken mögen, fürchte ich eher die Offenbarungen, als ich sie suche. Daher halte ich mich lieber an dieses erkennbare und konkrete Werk, das ich durch das, was Sie in der Zeitschrift Die Armee Mariens schreiben, verstehen kann. (...).
Wenn also jemand wie Sie, wenn eine Gruppe wie die Ihre, hinter dem Papst steht und sicher ist, daß er sich keinenfalls und niemals irren kann, daß er die einzige Sicherheit in der Dunkelheit, der einzige Eckpfeiler bei all diesen Umwälzungen ist, dann erkenne ich darin das Zeichen der Wahrheit und das Unterpfand einer besonderen Erwählung.
Auch Maria ist da. Aber Maria allein genügt nicht. Es will Ihr nicht genügen, den Stempel der Echtheit auf die Urkunde der Verhaltensweise zu setzen. Es bedarf Marias und des Papstes. Dies kann auf den ersten Blick erstaunen. Aber es kommt doch vor, daß man bei einigen ganz übertriebenen, frommen Marienverehrern die härtesten Gegner von Papst Paul VI. findet? (...).
Gesegnet sei die Armee Mariens, die, um Maria zu gehorchen, dem Papst treu sein will. Dies ist die große aktuelle Forderung. Aber leider ist es auch die große Seltenheit.
Ich bitte Sie, sehr geehrte Frau Giguère, meine besten Grüße in der Weihnachtsfreude zu empfangen.
Raoul Auclair
(Leben aus Liebe, Band VIII, Kapitel 25)
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