Pfarrer Lionel Mélançon wird am 29. November 1920 in Baie-de-Shawinigan, Diözese Rimouski, in einer tief christlichen Familie geboren, die sieben Kinder, fünf Jungen von denen drei Priester sind und zwei Mädchen, von denen eine Ordensschwester und die andere geweihte Laienschwester ist. Auch ein Onkel und zwei Cousins sind Priester, ebenso sind drei Tanten Ordensschwestern. |
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![]() Pfarrer Lionel Mélançon, Theologe von Trois-Rivières. |
![]() Seine Exzellenz Mgr Jean-Pierre van Lierde |
Bei diesem Kontakt sagt Monsignore van Lierde, nachdem er den Leitern aufmerksam zugehört hat: |
Auf Wunsch von Monsignore van Lierde findet drei Wochen später ein zweites Treffen mit Pfarrer Mélançon statt. Er bittet ihn dabei, aufmerksamer Zeuge des Werkes zu sein, und als erfahrener Theologe seine Entwicklung zu verfolgen.
Einige Wochen später, nach ihrer Rückkehr aus Rom, empfängt Marie-Paule Pfarrer Mélançon und schenkt ihm ihre Bücher Leben aus Liebe. Sie bittet ihn, sie kritisch zu lesen und ihr jeden Fehler gegen die Lehre, ebenso wie jede praktische oder apostolische Unvollkommenheit mitzuteilen. Weil dieser Wunsch von Marie-Paule mit dem von Seine Exzellenz Monsignore van Lierde zusammenfällt, ist Pfarrer Mélançon einverstanden, alles zu lesen und alles zu analysieren. Nach vertieften Studien und einem Gegenübersetzen der mystischen Erfahrung von Marie-Paule mit den theologischen mystischen und asketischen Autoren, Johannes vom Kreuz, Theresia von Avila und Garrigou-Lagrange, lädt Pfarrer Mélançon Marie-Paule ein, auf diesem Wege weiterzumachen, in Frieden, Heiterkeit und Vertrauen. Er wiederholt ihr auch das, was Monsignore van Lierde schon gesagt hatte: sie solle alle ihre Schriften aufbewahren.
In der Folge behält er seine Rolle als Überwacher bei. Nachdem er zehn Jahre alle Schriften von Marie-Paule aufmerksam und fleißig überwacht hat Bücher, Broschüren und Zeitungsartikel publiziert er eine Broschüre mit dem Titel Leben aus Liebe: ich habe gelesen, ich habe geglaubt!. Er schreibt folgendes:
Wie die meisten der Leser, habe auch ich da und dort ein Fragezeichen gesetzt, nicht über Fragen, die die Dogmatik oder die Morallehre betreffen, aber über praktische Punkte, ob es nötig wäre, gewisse Dinge und Handlungen, gewisse Meinungen von bekannten Personen aufzuschreiben. Diese Bedenkpunkte sind alle verschwunden, die einen nach den andern, der letzte auf der letzten Seite von Band XV. Ich danke Gott, daß er mir geholfen hat, alles ohne Vorurteil zu lesen, ohne zu schnell zu verurteilen. Ich verneige mich vor der Vorsehung und der Weisheit Gottes, der frei in seinen Absichten und Stimmen ist (Leben aus Liebe: ich habe gelesen, ich habe geglaubt!, Pfarrer Lionel Mélançon, Quebec, Verlag M.-P., Vie d'Amour Inc., S. 19).
Bei Gelegenheit ergänzt er seine Gedanken und seine Eindrücke über das Werk und die Schriften Marie-Paules in schönen Leitartikeln, die er in Le Royaume publiziert. Im November 1996 wird er durch eine gesundheitliche Störung gezwungen, seine Aktivitäten einzuschränken, aber er bleibt weiterhin mit dem Werk und der Gründerin tief verbunden.
Am 31. 1996 Mai legt Marie-Paule nach seinem Letzten Artikel Meine Seele ist zu Tode betrübt, folgendes Zeugnis ab:
Er war eifrig bei den Audienzen Seiner Heiligkeit Paul VI und den päpstlichen Zeremonien und so dazu bestimmt, sich für ein Werk zu interessieren, das an der Verehrung der drei weißen Zeichen zu erkennen ist: die Eucharistie, Maria und der Papst. Vom Generalvikar des Papstes bestimmt, die Entwicklung der Armee Mariens zu überwachen, war Pfarrer Mélançon während 23 Jahren von einer bemerkenswerten Treue, unsere Schriften aufmerksam und streng zu lesen, mit einem kritischen und analytischen Geist. Niemals können wir ihm genug für seine großzügige Mitarbeit danken. Sein Geist der Nächstenliebe, der seine Wurzeln in Gott findet hat sich in Großzügigkeit und Adel vor der Erblindung der Gegner geübt. Aber sein Schmerz war groß, als er den langen Text ,Die Stunde der Wahrheit' gelesen hat, so daß er mir mit Tränen in den Augen sagte: ,Meine Seele ist zu Tode betrübt'. Diese Traurigkeit wird in der Stunde Gottes in Freude verwandelt werden (Marie-Paule, 31. Mai 1996, Le Royaume, Nr. 111, Mai-Juni 1996, S. 24).
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