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LEBEN AUS LIEBE

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PATER PHILIPPE ROY, PÈRE MARIAL
Kurze Lebensbeschreibung


„Leben in der Liebe heißt nicht, sich für den Tod vorzubereiten, sondern für einen wunderbaren Eintritt ins Licht Gottes. So war das Leben von Pater Philippe, der gerade die Gnade aller Gnaden erhalten hat, die Krönung seines christlichen Lebens und der uns verläßt, um zu dem zu gehen, der die Liebe in seiner Dreifaltigkeit ist und zu seiner unbefleckten Mutter, die er so gut bekannt machen konnte und von allen lieben lassen, die ihm folgten.“ Das schrieb Marie-Paule am 23. Februar 1988 am Tag nach dem Tod von Pater Philippe, am 22. Februar 1988.

Geburt und Jugend
Philippe, der am 8. November 1916 in Saint-Rémi de Métis, Price, als achtes Kind geboren wurde, hat achtzehn Geschwister. Seit seiner frühsten Jugend hegt er den Wunsch Priester zu werden, aber er glaubt, daß er seinen Plan nicht ausführen kann, weil die Familie immer größer wird und immer mehr Kinder zu ernähren sind. Die Vorsehung wacht und mit Hilfe eines Mäzen kann er seine klassischen Studien in Chambly machen, dann im Seminar von Rimouski, schließlich wird er am 29. Juni 1942 zum Priester geweiht.

Militärseelsorger
Es ist Krieg und vom Frühling 1944 an wird Pfarrer Philippe Roy Militärseelsorger bei der kanadischen Armee. Er wird nach Europa geschickt, dann einige Jahre später, während des Koreakrieges nach Japan.
Pfarrer Philippe Roy
Pfarrer Philippe Roy
am 29. Juni 1942,
in Rimouski, geweiht.
„Padre Philippe“
„Padre Philippe, wie er genannt wird, wird reich dekoriert für seine treuen Dienste.
Diese Jahre beim Militär sind reich an Segen und Erfahrungen. „Padre Philippe“ wie er genannt wird, wird reich dekoriert für seine treuen Dienste.

Im Dienste der Diözese von Rimouski
Als er im Jahre 1952 wieder in die Heimat zurückkommt, beginnt er einen siebzehn jährigen Dienst als Seelsorger im Marineinstitut in Rimouski und versieht dazu noch andere Dienste: Exerzitienprediger, Organist in der Kathedrale, Seelsorger bei den Ambulanzfahrern, Beichtvater bei den Ursulinen und in andern Gemeinschaften.

Aber seit 1957 muß er wegen schwankender Gesundheit öfters ins Krankenhaus und er bekommt zwei Mal die Krankensalbung. Seine Schmerzen sind so stark, daß er um den Tod bittet, aber der Herr hat andere Pläne mit ihm...

Die Armee Mariens, ein Werk der Vorsehung
Anfangs 1972 vernimmt Pfarrer Philippe von einer Dame, daß die Armee Mariens existiert und er interessiert sich für dieses Werk, von dem er den göttlichen Ursprung schnell merkt. Er gibt sich total für diese marianische Sache hin und verbreitet sie in Rimouski.

„Die Lämmer folgen ihm...“
In der Armee Mariens wird denen, die es wünschen ein Segen erteilt, begleitet von einem Bildchen, das nach dem Zufall gezogen wird und durch seinen Zweck oder sein Symbolwert die beeindruckt, die es erhalten. So werden die Mitglieder des Werkes zu Söhnen oder Töchtern Mariens.

Am 1. Mai 1972 erhält Pfarrer Philippe diesen Segen und der Himmel wird angefleht, daß „er zum größten Leiter und größten Verteidiger des marianischen Werkes werde“. Das Bildchen, das nach dem Zufall gezogen wird, spricht für sich. In Italien, in der Via Appia Antica folgen Lämmer ihrem Hirten. Die Gedanken passen sehr gut: „Er geht von ihnen und die Lämmer folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.“

Generaldirektor der Armee Mariens
Am 4. November 1972 nimmt er die Verantwortung auf sich, Generaldirektor des Werkes zu werden. Er erweckt die Herzen, erhebt die Seelen und zieht sie zu Gott, unter dem Banner Mariens. Mehrere nennen ihn „Pater Philippe“ so väterlich ist er mit allen. Dieser Name wird ihm bleiben. Er gibt sich hin, ohne zu rechnen: er gibt Katechismuskurse, die auf Kassetten und später auch auf Videokassetten verbreitet werden.

Oft erschüttert ihn die Krankheit. „FIAT“, wiederholt er immer wieder, während diesen langen Krankheitstagen, den das Leiden begeistert ihn, in dem Sinn, daß er glücklich ist mit seinem ganzen Wesen für den Loskauf von Seelen zu leiden.

Pater Philippe, der marianische Pater
Erfüllt mit Humor und mit einer schönen Einfachheit begabt, gibt er sich ganz der Armee Mariens hin, in Quebec und anderswo. Überall hinterläßt er das Bild und das Andenken eines heiligen Mannes, der in Wirklichkeit so groß ist, wie er sich klein glaubt. Im Jahre 1984 wird er im Rahmen der „Wallfahrt der Apokalypse“ bei einer feierlichen Zeremonie der Armee Mariens in der Sankt-Patersbasilika in Rom zum „marianischen Pater“ im Werke Mariens ernannt, ein Mysterium, dessen Größe man erst später verstehen wird. Aber sooft er auch lächelt, noch öfters leidet er. Wegen seiner Gesundheit ja, aber noch mehr wegen dem Zustand der Welt und der Religion. Welch ein Schmerz für einen im höchsten Masse sensiblen Priester bei so vieler moralischer und geistiger Not! Und welch ein Todeskampf festzustellen, daß die Autoritäten der Kirche, die er so sehr liebt, das Werk Mariens ablehnen, von dem er nur die Wohltaten für die Seelen bezeugen kann!
Pater Philippe, der marianische Pater
Pater Philippe, der marianische Pater

Trotz einer sehr geschwächten Gesundheit hat er das Glück am 30. Mai 1987 an der ersten Priesterweihe von OSCAM teilnehmen zu dürfen.

Nach einem erfüllten Leben stirbt er plötzlich am Morgen des 22. Februar 1988, kurz nachdem er die Hl. Messe vom Stuhl Petri, dem Tagesfest, zelebriert hatte.

Ein strahlendes Wesen
Die Erinnerung, die Pater Philippe zurückläßt, stärkt den Eifer der Seelen, zu den Gipfeln emporzusteigen, denn sein strahlendes Wesen läßt die Seele entdecken, hinter der man die Gegenwart Gottes wahrnimmt.

* * *

Ein Erinnerungsalbum Pater Philippe, marianischer Pater (Éditions La Famille des Fils et Filles de Marie) beschreibt das Leben von Pater Philippe mit mehr als 148 Fotos und Zeichnungen und ist im Geschäft „Le Rosier d’Or“ erhältlich.


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© 1998 - MARIE-PAULE, VIE D’AMOUR INC., Quebec, Kanada

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